SCHMALSPUR-EXPO 2007 - Prignitz
Die Prignitz, eine im Nordwesten des Bundeslandes Brandenburg gelegene Region mit noch ursprünglicher Natur und alter Historie, ist noch touristisches Neuland, das es zu entdecken gilt. Zwischen den Städten Perleberg, Pritzwalk und Kyritz gab es um 1890 ein großes landwirtschaftliches geprägtes Gebiet ohne Eisenbahnanschluss. Die Entscheidung für die Eisenbahn führte in den Jahren zwischen 1897 und 1912 zum Bau eines 102 km langen Schmalspurnetzes mit einer Spurweite von 750 mm.

Doch der im Volksmund "Pollo" genannten Kleinbahn wurde schon nach 71 Dienstjahren im Rahmen der sozialistischen Rationalisierung im Verkehrswesen der Todesstoß versetzt. Am 1. Juni 1969 trafen sich letztmalig in Lindenberg drei Sonderzüge zu ihrer offiziellen letzten Fahrt. In den Herzen der Prignitzer geriet der "Pollo" auch nach seiner Stilllegung nicht in Vergessenheit.
Im Jahre 1993 fanden sich Gleichgesinnte in Lindenberg ein und gründeten im ehemaligen Knotenpunkt der Ost- und Westprignitzer Eisenbahnen den Verein "Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V.". Zunächst wurde in Lindenberg das Kleinbahnmuseum eingerichtet. Der Museumszug im Außengelände besteht aus Originalfahrzeugen (Dampflok 99 4644), die größtenteils im Prignitzer Schmalspurnetz im Einsatz waren.

Es entstanden bald die Ideen, auf dem landschaftlich wunderschön gelegenen Teilstück der Bahn zwischen Mesendorf und Lindenberg eine Museumsbahnstrecke zu errichten und betreiben, um den Besuchern die Wiederaufgebaute Technik in Funktion zu präsentieren. Ein Teilstück von Mesendorf bis Brünkendorf wurde im Jahre 2002 eröffnet und 2004 bis Vettin verlängert. Hier finden regelmäßig Fahrten mit original restaurierten Fahrzeugen statt. Seit Ende 2004 laufen die Arbeiten am Streckenstück bis nach Lindenberg.
Informationen zur Veranstaltung gibt es hier:
EXPO 2007 Lindenberg/Prignitz
Weitere Informationen zum Pollo finden sie auf der offiziellen Webpräsenz:
POLLO - Museumsbahn in der Prignitz
